Katecholamine in der Labordiagnostik

Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und deren Abbauprodukte



Indikation:
  Arterielle Dauerhypertonie oder rezidierende Hochdruckkrisen beim:
- Phäochromozytom
- Neuroblastom (der meist verbreitete Tumor bei Kleinkindern)
- Ganglioneurom


Pathobiochemie:
  Katecholaminproduzierende Tumore (chromaffiner Gewebe)



Probenmaterial:
  25 ml Urin (Katecholamine und deren Metabolite)
eines 24-Stunden Urins, gesammelt über 10ml 100% Eisessig
In der Zeit des Sammelns kein: Alkohol, Tee, Kaffee, Nikotin, Medikamente

5 ml Plasma (Adrenalin, Noradrenalin)
Blutentnahme am liegenden Patienten nach 30 Minuten Ruhe, vorher Kanüle setzen.
12 Stunden vor Blutentnahme kein Alkohol, Tee, Kaffee, Nikotin; 48 Stunden Medikamentenpause.
Blutabnahme im Labor oder 2ml EGTA-Plasma möglichst gekühlt sofort ins Labor.
Urinuntersuchungen liefern bessere Aussagen !


Methode:
  HPLC (Hochdruck-Flüssigkeits-Chromatographie)


Bewertung:
  Die stark alterabhängigen Referenzwerte und deren Wertung sind dem Befund zu entnehmen.


Funktionsteste:
  Clonidin-Suppressionstest
Glukagon-Provokationstest
(Weitere Informationen dazu bitte im Labor erfragen)


Beachtung:
  Vermehrte Ausscheidung auch bei:
- psychovegetativem Syndrom
- Stress
- Herzinfarkt
- Herzinsuffizienz
- hämorrhagischer Schock
- Sepsis
- Metastasen

Laborinformation 9

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