HPV - Methodenumstellung

Ein Zusammenhang zwischen Papillomaviren und dem Cervixcarzinom konnte klar belegt werden. Der Großteil der HPV lösen gutartige Wucherungen aus (sog. "low risk" HPV-Typen). Die andere Gruppe sind HPV-Typen, die im Genitalbereich präkanzeröse Läsionen hervorrufen (sog. "high risk" HPV-Typen), welche sich unter Mitwirken weiterer Faktoren zu Karzinomen entwickeln können. In über 90% der Gebärmutterhalskarzinome lassen sich diese „high risk“ HPV Typen nachweisen.

Die neue Methode der real-time PCR basierten Diagnostik ist sensitiver, als die bisher genutzte molekulargenetische Methode der Hybridisierung. Hinzu kommt, dass eine geringere Menge an Zellen von den betroffenen Regionen benötigt wird und daher ein normaler trockener Abstrich ausreichend ist.

Diagnostik
  Nachgewiesen werden alle unten genannten "high risk" HPV-Typen als Gruppe.
Sollten sich "high risk" HPV-Typen 16 und / oder 18 in der Gruppe befinden, werden diese spezifisch nachgewiesen.

High Risk HPV-Typen 16 18 31 33 35 39 45 51 52 56 58 59 66 68


Untersuchungsmaterial
  Zur Untersuchung wird grundsätzlich zellhaltiges und sekretarmes Abstrichmaterial benötigt.
Auf Grund der Methodenumstellung ist in Zukunft ein trockener Abstrichtupfer ausreichend für die Zervikalabstriche oder Abstriche von auffälligen Läsionen des Genitalbereiches.
Diese werden vom Labor kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wir bitten Sie, die alten HPV Abstriche (Bürstenbesteck von DIAGENE) aufzubrauchen, bevor Sie die trockenen Abstriche verwenden.

Indikation als Kassenleistung: EBM 32820
Direktnachweis von HPV-DNA nur bei auffälliger Zervixzytologie oder bei Zustand nach operativem(n) Eingriff(en) an der Cervix uteri wegen CIN I bis CIN III. Einmal im Behandlungsfall.
Neben dem HPV-DNA Nachweis sind kulturelle Untersuchungen und/oder Antigennachweise desselben Erregers nicht berechnungsfähig.

Für GK-Versicherte außerhalb der oben genannten Indikation besteht natürlich die Möglichkeit, die Untersuchung auf High Risk HPV-Typen mittels PCR als IGeL-Leistung (99,09 €) durchführen zu lassen.


 
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Laborinformation 112

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