Mikroalbuminurie

Indikation: Früherfassung einer diabetischen Nephropathie
  Die Proteinausscheidung im Urin ist ein wesentliches Merkmal für die diabetische Nephropathie. Das Ausmaß der Proteinurie erlaubt eine Aussage über den Schädigungsgrad der Niere. Die Empfindlichkeit herkömmlicher Teststreifenverfahren
Reicht im allgemeinen nicht aus, um die Frühphase einer Nephropathie zu erkennen.
Erst der Einsatz immunchemischer Bestimmungen ermöglicht den Nachweis geringer
Proteinausscheidungen im Urin.

Die Erfassung einer Mikroalbuminurie ist für die Stadiendiagnostik einer beginnenden
diabetischen Nephropathie (Stadium ll/lll der diabetischen Nephropathie) von entscheidender Bedeutung.


Probenmaterial: Urin
  Die Uringewinnung sollte unter Ruhebedingungen erfolgen.
1-2 Std.-Urinsammelmenge, 24 Std.-Urinsammelmenge oder Nachturin; davon 10ml mit
Angabe der Sammelmenge und Sammelzeit einsenden.


Interpretation:
  Eine Mikroalbuminurie liegt vor, wenn die Ausscheidungsrate von Albumin im Urin
größer als 30 mg/l und kleiner als 300 mg/l ist.
Messwerte in diesem Bereich deuten auf eine beginnende Nephropathie hin, die - frühzeitig diagnostiziert - durch geeignete Therapiemaßnahmen verzögert oder verhindert werden kann.

Laborinformation 12

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