Lithium-Bestimmung: extra- und intrazellulär
| Die gleichzeitige Bestimmung von Lithium im Plasma (entspricht dem Serum) und in den Erythrozyten (intrazellulär) sowie die Ermittlung des Li-Quotienten Ery/Plasma erhöht wesentlich die Aussage der gemessenen Li-Konzentrationen hinsichtlich der Patientencompliance und der intra-individuellen iz/ez Li-Verteilung. |
| Vorteile: |
- Bessere Beurteilung der individuellen Li-Konzentration.
unabhängig vom Alter und den ausscheidungsbedingten Schwankungen.
- Bessere Erkennung abweichender Werte aus der relativen intraindividuellen Konstanz des
Li-Quotienten für jeden Patienten. z.B.: - zu Begin eines manischen oder depressiven Schubes - bei Verdacht auf Intoxikation
- Bessere Abschätzung einer optimalen individuellen Dosierung.
- Bessere Beurteilung der zerebralen intrazellulären Konzentration als entscheidenden Faktor für die biologische Wirksamkeit des Medikamentes.
- Bessere Erkennung einer Intoxikation und
Abschätzung der Prognose und Therapie (Dialyse ja oder nein)
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| Material: |
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2 ml Vollblut in Ammonium (NH4-) heparinat versetzten Röhrchen (vom Labor anfordern) |
| Therapeutischer Bereich: |
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0.50 - 0.25 - ca. |
0.8 0.5 0.6 |
mmol/l (Plasma oder Serum) mmol/l (intraerythrozytär) individueller Li-Quotient |
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| Methode: |
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Flammenfotometrie |
| Beispiel zur Bedeutung der intrazellulären Li-Bestimmung |
Grundlage:
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Der Plasmaspiegel verändert sich je nach Li-Dosierung schneller. Der Eryhtrozytengehalt bleibt länger konstant |
Praktische Konsequenz bei falscher Einnahme oder Dosierung: |
| niedrige Plasmawerte: |
| Ursache |
1. |
ausgelassene Dosis: Erythrozytenwert relativ normal Quotient erhöht |
| 2. |
relative Unterdosierung Erythrozytenwert vermindert Quotient normal |
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| normale Plasmawerte: |
| Ursache |
3. |
längere Unterbrechung der Aufnahme des Medikamentes und Li-Einnahme kurz vor dem Arztbesuch Erythrozytenwert vermindert Quotient vermindert |
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| erhöhte Plasmawerte: |
| Ursache |
4. |
Überdosierung, Intoxikation Erythrozytenwert relativ gering Quotient vermindert |
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Wir danken Herrn Dr. med. Carl-Christian Sziegoleit für die fachliche Beratung.
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