DDT im Wohnbereich
Hylotox: Dauerbelastung der Gesundheit

Hylotox-Holzschutzmittel:
  für inne, Hylotox 59 = DDT + Lindan
für außen, Hylotox IP = DDT + Pentachlorphenol (PCP)


Gefahrenquelle: Pestizide
  Primärquellen: behandelte Hölzer
Möbel, Wand-, Deckenverkleidung, Treppen, Dachgestühl
Freisetzung von DDT durch Ausgasung über viele Jahre

Sekundärquellen: Raumtextilien
Aufnahme nach Freisetzung aus dem Holz


Inkorporation
  überwiegend über die Atemwege, selten direkter Hautkontakt bei Kleinkindern
Anreicherung im Organismus
extrem langsame Eliminierung (Halbwertzeit von DDT > 10 Jahre)


Symptome
  Schleichende Manifestation über Jahre, "eingebildeter Kranker"

Allgemein: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Mattigkeit, Schlafstörung
 
Organschäden: Leber, Niere, Herz
 
Immunsystem: Infektanfälligkeit (Nasenrachenraum, Bronchien, Harnwege)
rezidivierende Mykosen (u.a. Gastroenteritis)
 
Hormonsystem: Zyklus-, Fertilitätsstörung, Abort
Alopezie
Libido-, Potenzstörung
Schilddrüsenfunktion, meist Hypothyreose
 
Haut: Akne (Chlor), Alopezie, Glatze, Verlust Ganzkörperbehaarung
 
Blutbild: Anämie (besonders Lindan)
 
Nervensystem:
neurologisch: Missempfindung, Taubheitsgefühl, Arme und Beine, Bewegungsstörungen, Zittern, Hör-, Sehstörungen
 
psychiatrisch: Hinfälligkeit, Leistungsschwäche, Affektlabilität, Reizbarkeit, Unruhe, Angst, Kontaktstörung, Konzentrationsstörung, Merkfähigkeitsabnhame, Interessenverlust, depressive Verstimmung
 


Nachweis
  1. Organismus:
- DDT und Lindan (EDTA-Blut)
- PCP (Serum)

2. Wohnbereich:
Hausstaub, Holzprobe, Raumtextilien in Alufolie eingewickelt einsenden
erst nachfolgend kostenintensive Raumluftmessung
(Speziallabor beanspruchen wegen folgender Rechtsfragen)


Beurteilung
  Toxikologe einbeziehen: Wertung des Wohnbereiches, Interpretation der Messergebnisse


Therapie
  Beendigung der Schadstoffbelastung: Rechtsfragen bei Sanierung, Kostenübernahme, ...

Laborinformation 43

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