Interleukin 6
- wichtigstes proinflammatorisches Zytokin zur Synthese der Akute-Phase-Proteine in der Leber
- schneller Anstieg bei Entzündungsreaktionen (innerhalb von ca. 3 Stunden)
| Indikation |
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- Frühdiagnostik einer neonatalen Sepsis bei Risikoneugeborenen und einer Sepsis/ SIRS (systemic inflammatory response syndrome) bei Erwachsenen
- Prognose und Einschätzung des Ausmaßes einer Organschädigung (z.B. bei Schädel-Hirn-Trauma, Gewebshypoxie- und trauma)
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| Material |
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mindestens 50 µl Serum oder Plasma (EDTA-, Heparin-, Citrat-). Die Messung ist auch aus Nabelschnurblut möglich. |
| Präanalytik |
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Die Blutprobe sollte innerhalb von 4 Stunden nach Blutentnahme abzentrifugiert werden. Das Serum bzw. Plasma sollte bei -20°C tiefgefroren gelagert und transportiert werden. |
| Referenzbereich |
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| Alter |
Konzentration |
Interpretation |
| 1. – 24. Lebensstunde |
< 50 pg/ml |
bei negativem CRP: praktisch sicherer Ausschluss einer Entzündung/ Infektion |
| < 150 pg/ml |
bei negativem CRP: Infektion unwahrscheinlich, Kontrolle empfohlen |
| 150 – 300 pg/ml |
bei klinischer Symptomatik Kontrolle empfohlen |
| > 300 pg/ml |
in der Regel behandlungsbedürftig |
| ab 2. Lebenstag, Erwachsene |
< 15 pg/ml |
praktisch sicherer Ausschluss einer Entzündung |
| 15 -150 pg/ml |
lokale Entzündung |
| >150 pg/ml |
systemische Entzündung; Konzentration korreliert mit dem Ausmaß der Entzündung |
| >1000 pg/ml |
Persistenz über mehr als 3 Tage: hohes Mortalitätsrisiko |
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| Interpretation |
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Eine Erhöhung vom Il-6 erlaubt keine differentialdiagnostischen Rückschlüsse auf die Ursache, sondern zeigt nur eine ablaufende Entzündung unterschiedlichster Genese. Der zusätzliche Nachweis von TNF-a spricht für eine Überaktivierung von Makrophagen/Monozyten, wie das bei SIRS der Fall ist.
- Nachweis im Nabelschnurblut: Indikator für die Entwicklung einer neonatalen Sepsis, die mit der CRP-Bestimmung erst 24 bis 36 Stunden später detektierbar wäre (CRP hat in den ersten 24 Lebensstunden keine akzeptable Sensitivität).
- Schädel-Hirn-Trauma: erhöhte Werte in den ersten Stunden nach Trauma zeigen einen ungünstigen Verlauf (lange Beatmung, hohe Pneumonieinzidenz, höhere Letalität)
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