Das Antiphospholipidsysndrom (APAS)

Ursache einer verstärkten Thromboseneigung



Ursache
Phospholipidantikörper führen zu einer verstärkten Thromboseneigung des Blutes.
Dabei sind die Phospholipidantikörper gegen Phospholipid-Proteinkomplexe, wie z.B. mit ß2-Glycoprotein, Protein C und –S sowie Prothrombin gerichtet. Zu der heterogenen Gruppe der Antiphospholipid-AK gehören auch Lupusantikoagulantien und Anticardiolipin-Ak.
Bei 3% der Bevölkerung sind Antiphospholipidantikörper nachweisbar.
1,2% der Bevölkerung sind am APAS erkrankt.


Definition
  • rezidivierende Thrombosen
  • Spontanaborte
  • Thrombozytopenien
  • persistierende erhöhte Anticardiolipin-Ak und/ oder Nachweis von Lupusantikoagulanz (LA)


Indikation
  • Thromboembolische Ereignisse (ca. 20% durch APAS verursacht)
  • verlängerte PTT
  • Myokardinfarkt oder Apoplexie und Alter < 50 (ca. 20% durch APAS verursacht)
  • Vorliegen einer Autoimmunerkrankung (ca. 45% sind mit einem APAS assoziiert)
  • habituelle Aborte (ca. 19% durch APAS verursacht)
  • Frühgeburten bis zur 34. Schwangerschaftswoche, die mit einer schweren Präeklampsie oder Plazentainsuffizienz assoziert sind
  • ZNS-Manifestationen
    (Organische Psychosyndrome/Psychosen, Kopfschmerzen, Migräne, Chorea Minor, Epilepsie)


Diagnostik
Zum Nachweis eines APAS gehören die Bestimmung der Cardiolipin-Antikörper einschließlich des Kofaktors ß2-Glycoprotein und der Nachweis der Lupusantikoagulanzien. Ein positives Ergebnis muss nach 6 Wochen kontrolliert werden.


Untersuchungsmaterial
Lupusantikoagulanzien: Citratblut
Cardiolipin-Antikörper: Serum

Bei Angabe der EBM-Ausnahme-Kennziffer 32011 belasten die Untersuchungen nicht Ihr Laborbudget.


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Laborinformation 101

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