Tumormarker

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Charakterisierung einiger häufiger Tumormarker
Bezeichnung Bemerkung
AFP
a1-Fetoprotein
Auch erhöht bei Neugeborenen, Schwangerschaften, benignen Lebererkrankungen
ß2M
ß2-Mikroglobulin
Im Serum erhöht als Tumormarker beim Myelom, Lymphom, Leukämie und im Urin bei gestörter tubulärer Reabsorption. Kann auch erhöht sein bei Erkrankungen mit erhöhtem Zellumsatz: Hepatitis, Infektion, Zirrhose, Autoimmunerkrankungen
CA 125
Carbohydrat Antigen
Neben der Erhöhung beim Ovar-Ca, auch erhöht bei Leberzirrhose (57%), Gravidität (10%)
CA 15-3
Carbohydrate Antigen
Auch erhöht bei benignen Leber- und Pankreaserkrankungen (10%)
CA 19-9
Carbohydrate Antigen
Auch erhöht bei benignen gastrointestinalen Erkrankungen (11%)
CA 50
Carbohydrate Antigen
Kann erhöht vorliegen bei Leberzirrhose und Erkrankungen des Pankreas
CA 72-4
Carbohydrate Antigen
Auch erhöht bei Pankreatitis, Leberzirrhose, Lungenerkrankungen, Ovarialzysten
CASA
Cancer Associated Serum Antigen
Unabhängig oder komplementär von CA 125 exprimiert; Sensitivität : 70%, Spezifität: 95%
CEA
Carcino-embryonales Antigen
Raucher : 3% 5-10, 1% 10-20 ng/ml
Auch erhöht bei Leberzirrhose, Colitis ulcerosa, Organspezifität gering
CT
Calcitonin
Auch geeignet für Screening von Risikogruppen und Diagnostik
CYFRA 21-1
Cytokeratinfragment
Auch geeignet für Verlaufskontrolle des Harnblasen-Ca, bzw . schnell proliferierenden malignen Neubildungen
EPO
Erythropoetin
Indiziert beim Hypernephrom, Physiologischer.Anstieg in der 2. Hälfte der Schwangerschaft
HCG
Human Choriongonadotropin
48 – 86% nicht-seminomatöse Keimzelltumore
100% testikuläre oder plazentare Chorionkarzinome
7 -14% Seminome-Kombinationstumore
HVS
Homovanillinsäure
Erhöht bei Neuroblastomen. Kann auch physiologisch bei Stress erhöht sein.
Katecholamine
Adrenalin und Noradrenalin
Zur Differenzierung und Lokalisation von Phäochromozytomen, bzw. NeuroblastomenAuch erhöht bei starker körperlicher Aktivität und in Abhängigkeit der Tageszeit
Metanephrin Erhöhung spricht für eine Lokalisation des Phäochromozytoms im NNM
MIA
Melanoma inhibitory activity
Indiziert bei Melanomen der Haut
M2-PK
Tumorassoziierte Pyrovatkinase
Indiziert bei Nierenzell-, Ösophagus-, Magen-, Pankreas- und kolorektalem Ca
NSE
Neuron-spezifische Enolase
Blut innerhalb 1 Stunde zentrifugieren, da sonst Freisetzung von NSE aus den Erythrozyten (falsch hohe Werte)
PAP
Prostataspezifische
saure Phosphatase
Gewebsspezifisch, jedoch nicht tumorspez.
Blutentnahme immer vor rektaler Untersuchung
PLAP
Plazentare alkalische Phosphatase
Monitoring für Keimzelltumore (Seminome). Physiologisch erhöht beim Rauchen und in der Schwangerschaft
PSA
Prostataspezifisches Antigen
Gewebsspezifisch, jedoch nicht tumorspez.
Blutentnahme immer vor rektaler Untersuchung
SCC
Squamous Cell Carcinom Antigen
Kontamination mit Haut oder Speichel ergibt falsch hohe Werte
TG
Thyreoglobulin
Hohe Organspezifität für das follikuläre- und papilläre Schilddrüsen-Ca.
TAG 12
Tumor-assoziiertes Glykoprotein 12
Hohe Übereinstimmung (Zielantigen) zum Tumormarker MCA (Mucine-like Carcinoma-associated Antigen)
Tk
Thymidinkinase
Die Tymidinkinase kann bei Leukämien, Hodgkin und Non-Hodgkin Lymphomen für eine Therapiekontrolle und für eine Aussage über die Prognose herangezogen werden.
TPA (TPS)
Tissue Polypeptide Antigen
Organspezifität gering. Auch erhöht bei benignen Erkrankungen von Leber, Lunge, Magen-Darm-Trakt
VIP
Vasoaktives intestinales Peptid
Bei ektopen gastrointestinalen Tumoren erhöht. DD. profuse sekretorische Diarrhoe.
VMA (VMS)
Vanilinmandelsäure
Erhöhte Ausscheidungsrate im Urin beim Phäochromozytom, physiologisch bei Stress.
5-HIES
5-Hydroxyindol-essigsäure
Bestimmung aus dem Urin. Vermeidung der Einnahme von Serotonin-haltigen Nahrungsmitteln vor der Urinabgabe.

Achtung:
- Referenzwerte sind stark methodenabhängig
- Verlaufskontrollen sind besonders aussagekräftig
- Normalwerte schließen maligne Erkrankungen nicht aus
- geringe Erhöhungen treten auch bei Gesunden auf

Laborinformation 21

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