Laktoseintoleranz/Laktosetoleranztest
Laktasemangel/Milchzuckerunverträglichkeit
Bei der Laktoseintoleranz, als Form einer Kohlenhydratintoleranz, kommt es aufgrund eines Mangels an Laktase (Milchzucker spaltendes Enzym) zu einer Nichtverwertbarkeit des Milchzuckers (Laktose). Dadurch kommt es zu einem bakteriologischen Abbau zu Milchsäure, Essigsäure und Kohlendioxid. So kommt es zu einer Steigerung des osmotischen Druckes im Darm und somit zum Wassereinstrom ins Darmlumen. Die Folge ist eine Diarrhoe. Die Säurebildung fördert zudem die Darmperistaltik, die zu krampfartigen Bauchschmerzen und Erbrechen führt.
| Formen: |
- Primärer Laktasemangel
angeborene Enzymdefekte (autosomal-rezessiv)
- Sekundärer Laktasemangel
- Begleiterscheinungen bei Dünndarmerkrankungen, wie Zöliaki, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
- Folgen von Magen- und Darmoperationen
- Antibiotika, Zytostatika
- Erworbener Laktasemangel (Ursache unbekannt)
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| Diagnostik: |
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Laktosetoleranztest:
- Blutabnahme nüchtern zwischen 8 und 9 Uhr
- Gabe von 50g Laktose (Tee), bzw. 1-2 g Laktose/kg KG
- weitere Blutabnahmen nach 1 und 2h
- Messparameter: Glukose
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| Bewertung: |
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| Normal: |
Blutzuckeranstieg >20 mg/dl (1,11 mmol/l) |
| Pathologisch: |
Blutzuckeranstieg <10mg/dl (0,55 mmol/l) |
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Befragung nach klinischen Leitsymptomen, wie Blähungen, Krämpfe oder Durchfall während des Testes sind wichtig.
| Therapie: |
- Diät mit einer laktosefreien Kost !
- ggf. Kalziumsubstitution
- auf Medikamente achten, die ebenfalls Laktose enthalten können
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