Parathormon (PTH) |
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Das Parathormon (PTH) wird in den Nebenschilddrüsen gebildet und ist der zentrale Regulator der Kalziumkonzentration im Blut. Eine Verminderung der systemischen Kalziumkonzentration führt zu einer vermehrten Ausschüttung des PTH, welches über drei Mechanismen wirkt [1]. (i) PTH stimuliert indirekt die Aktivität der Osteoklasten, welche das im Knochen gespeicherte Kalzium freisetzen, (ii) Gleichzeitig wirkt PTH auf die Nieren, wo es die Rückresorption von Kalzium erhöht, um dessen Ausscheidung (iii) Desweiteren induziert PTH die Synthese des aktiven Vitamins D (Calcitriol) in der Niere. Das Calcitriol Nach Wiederherstellung des normalen Konzentrationsbereiches für freies Ca kommt es zur Verminderung der PTH-Synthese durch die Nebenniere über eine negative feedback Regulation [1]. Indikation:Die nachfolgende Tabelle beinhaltet die wesentlichen Diagnosen mit Störungen des Parathormon-Stoffwechsels mit den dazugehörenden Laborkonstellationen und häufigen Ursachen [2-4].
Probenmaterial:Serum Präanalytik:
DiagnostikDas Parathormonkonzentration wird im Serum mittels Electrochemiluminescence Immunoassay (ECLIA) durchgeführt. Zur funktionellen Einordnung veränderter PTH-Werte (siehe Tabelle) ist eine parallele Bestimmung der Kalzium- und Phosphatkonzentrationen im Serum und gegebenenfalls Urin erforderlich. Die Referenzwerte der PTH-Konzentration steigen leicht altersabhängig [5, siehe nachfolgende Tabelle].
Verdachtsfälle einer monogen oder syndromal assoziierten hereditären PTH-assoziierten Erkrankung sollten grundsätzlich mit einer Analyse des Indexpatienten im Rahmen einer diagnostischen Fragestellung untersucht werden. Im Normalfall umfasst die molekulargenetische Analyse eine NGS-basierte Untersuchung bekannter Risikogene, entweder als Panel- oder als Exom-Untersuchung. Für diese Fragestellung sind ein separates EDTA-Blutröhrchen und eine von der zu untersuchenden Person unterschriebene Einverständniserklärung gemäß Gendiagnostikgesetz erforderlich. Literatur[1] http://physiologie.cc/XI.3.htm[2] https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/174-005 [3] https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/Behandlungsempfehlungen_Hypopara-August-2024.pdf [4] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK441895/ [5] Kaleria et al. Journal of the Endocrine Society, 2024, 8, 1-8.
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letzte Änderung: 01.09.2026 |
| Laborinformation 14 |
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