Laktoseunverträglichkeit |
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Gastrointestinale Beschwerden gehören zu den häufigen Erkrankungen im medizinischen Alltag. Die Ursachen sind vielfältig, und die Diagnostik erfolgt anhand der klinischen Symptome sowie laborchemischen, funktionellen und molekulargenetischen Methoden. Der primäre adulte (erworbene) Laktasemangel ist ein physiologischer Prozess, bei dem die Laktaseexpression im Darm während der Adoleszenz (in der Regel nach dem 5./6. Lebensjahr) verloren geht. Er unterscheidet sich vom kongenitalen Laktasemangel, der einen vollständigen Laktasemangel bei Neugeborenen beschreibt [1, 2]. Der erworbene Laktasemangel ist auf genetische Faktoren zurückzuführen und betrifft etwa 15-20% der deutschen Bevölkerung, während der Anteil in Asien bei 80-100% liegt. Der Laktasemangel wird durch eine Genvariante in der regulatorischen Region des Laktase-Gens (MCM6, c.1917+326C/T, rs4988235) verursacht [1]. Zusätzlich zu diesen zwei genetisch bedingten Formen existiert ein sekundärer Laktasemangel, der durch eine Atrophie der Dünndarmschleimhaut hervorgerufen wird. Diese Variante tritt bei Morbus Crohn und Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue) auf [1]. Der Mangel an Laktase, unabhängig von der Ursache bei den genannten Formen, führt dazu, dass Laktose im Dünndarm nicht gespalten wird. Dadurch können die Einfachzucker (Glukose, Galaktose) nicht resorbiert werden und die Laktose wird erst im Dickdarm abgebaut, was zu typischen Symptomen wie Blähungen, Bauchschmerzen oder -krämpfen, Durchfall, Völlegefühl und Übelkeit führt. Die Ausprägung der Symptome hängt von verschiedenen Faktoren wie Restlaktaseexpression, die Laktoseaufnahme, die Nahrungszusammensetzung und individuelle Symptomschwelle, ab [2]. Diagnostik:
Therapie:Bei der Therapie einer Laktoseunverträglichkeit handelt es sich um eine symptomatische Behandlung, die darauf abzielt, die Beschwerden zu verringern [3,4].
Literatur: [1] https://www.gastro-liga.de/fileadmin/download/RTGBR-PUBLIC/Laktoseintoleranz_WEB_166-11-17.pdf (31.03.2026) [2] Deng et al. Nutrients.2015; 7(9):8020-8035. [3] https://fet-ev.eu/laktoseintoleranz-ernährungstherapie/ [4] https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/laktoseintoleranz
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| Laborinformation 79 |
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