Suchen
Kontakt Impressum Anfahrt Startseite

Navigation

Neue Suche Neue Suche
Drucken Drucken

Morbus Fabry - Alpha-Galaktosidase A (GLA) Gen im EDTA-Blut

Klinische Indikation

Morbus Fabry (OMIM-Kode: _GG:300644; _GP:301500) ist eine seltene lysosomale Speichererkrankung, welche X-chromosomal vererbt wird. Die Inzidenz schwankt zwischen ethnischen Gruppen zwischen 1:6000 - 1:120.000); in Deutschland beträgt sie ca. 1:40.000. Mehr als 500 verschiedene Mutationen des Alpha-Galaktosidase A-Gens (GLA), welches 7 Exone umfasst, sind ursächlich für fehlende oder verminderte Konzentration als auch Enzymaktivität dieses Proteins verantwortlich. Alpha -Galaktosidase A ist für den lysosomalen Abbau von Sphingolipiden, insbesondere Ceramidtrihexosid (CTH) verantwortlich. Der Funktionsausfall bzw. die reduzierte Aktivität des Enzyms führt zur Speicherung von Sphingolipiden, vor allem Ceramidtrihexosid, in multiplen Organsystemen und bewirkt eine progressive systemische Akkumulation von neutralen Glykosphingolipiden in Lysosomen und Körperflüssigkeiten. Durch zunehmende endotheliale Ablagerung dieser Stoffe kommt es durch Ischämie- und Infarktereignisse zu den klinischen Hauptmanifestationen der Erkrankung in Herz, Niere und ZNS.
Durch den X-chromosomalen Erbgang treten klinische Manifestationen (z.B. Akren, Angiokeratome, unspezifische Enteropathie) hauptsächlich bei Jungen im Kindesalter auf; die klinische Manifestation bei Mädchen ist deutlich schwächer ausgeprägt. Die klinische Verdachtsdiagnose kann durch die Bestimmung der zellulären Alpha-Galaktosidase A-Aktivität, den Nachweis des gespeicherten Ceramidtrihexosid oder den molekulargenetischen Nachweis von Mutationen gesichert werden.

Beurteilung

Nach einer DNA-Extraktion aus EDTA-Blut, werden die 7 kodierenden Exone inkl. der benachbarten Spliceorte des GLA-Gens mittels PCR amplifiziert. Der Nachweis der Mutationen erfolgt durch Sequenzierung dieser Bereiche und den nachfolgenden Vergleich mit der Referenzsequenz.

Nachweis von Mutationen im Alpha-Galaktosidase A (GLA) Gen.

Normalbereiche

Konventionell (KE): .
siehe Befundbericht

Sonstiges

Methode PCR
Präanalytik

Originalverschlossenes seperates EDTA-Blut versenden.Eine unterschriebene Einwilligungserklärung des Patienten ist unbedingt erforderlich, da diese Untersuchung unter das Gendiagnostikgesetz fällt. Die Bestimmung erfolgt nicht, wenn keine Einwilligungserklärung vorliegt!

Aufbewahrung bei Raumtemperatur
Volumen 2 ml
Aufklärung vor genetischen Analysen gemäß §9 Gendiagnostikgesetz
Einwilligungserklärung zur Durchführung einer genetischen Analyse
Laborinformation 109: Gendiagnostikgesetz

Stand: 6/15/2017

nicht akkreditiertes Verfahren

 

Um diese Webseite für Sie optimal zu gestalten, verwenden wir Cookies. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung