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Röteln-Virus - Antikörper (IgG, IgM) im Untersuchungsmaterial (verschieden)

Klinische Indikation

Bei Rötelnkontakt oder klinischen Symptomen.

Das Röteln-Virus wird als Tröpfcheninfektion übertragen, wobei die Kontagiosität schon in der 2-3 wöchigen Inkubationszeit einsetzt. Es treten Kopfschmerzen, charakteristische Lymphknotenschwellungen und häufig das typische kleinfleckige Exanthem auf.

Arzt- und Labormeldepflicht beachten (§§ 6, 7 IfSG)!

Beurteilung

Sichere Immunität bei Konzentrationen > 15 U/ml

Bei Rötelkontakt oder bei klinischen Symptomen einer akuten Infektion immer IgM-Antikörper mitbestimmen und Titerverlaufkontrolle im Abstand von 7 Tagen durchführen.

Bei einer frischen Infektion innerhalb der ersten 17 Schwangerschaftswochen (Pränataldiagnostik) wird heute im allgemeinen die Interruptio empfohlen. IgM-Antikörper treten 3 - 7 Tage nach Erkrankungsbeginn auf und sind 4 - 8 Wochen nachweisbar, können vereinzelt aber auch jahrelang persistieren. Nach EBV-Infektionen kann es zu einer paraspezifischen Induktion von Rötel-Ak kommen.

Bei infektionsserologischem Verdacht auf eine frische Rötelinfektion in der Schwangerschaft sollte ergänzend eine EBV-Serologie durchgeführt werden!

Normalbereiche

Konventionell (KE): .
Serum
IgG (IU/ml):
< 7,0
7,0 - 15,0
> 15,0

IgM (AU/ml):
< 20,0
20,0 - 25,0
> 25,0


negativ
grenzwertig
positiv


negativ
grenzwertig
positiv

Sonstiges

Zugehörigkeit InfektionsserologieLiquordiagnostikMutterschaftsvorsorge
Methode CLIA
Störfaktoren Hämolyse, Lipämie
Präanalytik

keine Besonderheiten

Volumen 1 ml Serum /Liquor

Literaturhinweise

Suerbaum et al, Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Springer 2016, S. 475 - 477

siehe auch:

Röteln - IgG - Avidität
Röteln-Virus RNA-Nachweis
Laborinformation 73: Rötelninfektion

Stand: 8/8/2019

 

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